SmartScore. Zertifizierung für Gebäudedigitalisierung

SmartScore ist der erste internationale Standard für digitalisierte Gebäude.
Thing-it hilft auf dem Weg zur Zertifizierung.

by David Machajewski

Wer sichergehen will, dass ein Gebäude für potenzielle Mieter:innen interessant ist, setzt am besten auf ein Smart Building. Doch wie können Gebäudeeigentümer*innen die Intelligenz ihres Gebäudes belegen und nutzen? Um die Vergleichbarkeit in einem äußerst divergenten Markt zu verbessern, gibt es mit SmartScore jetzt die erste internationale Zertifizierung für digitalisierte Smart Buildings.

Smartscore: Neue Zertifizierung für smarte Gebäude

Vor fast genau einem Jahr habe ich hier einen Blogbeitrag mit dem Namen „AUSWIRKUNGEN DER GEBÄUDEDIGITALISIERUNG IM NACHHALTIGEN BAU“ veröffentlicht. Ich habe mich darin aus meiner eigenen Perspektive mit den Vor- und Nachteilen von Nachhaltigkeits-Zertifizierungen im Bau (bspw. DGNB) befasst. Ein zentraler Aspekt war, wie der Einsatz unserer Smart Building Operation Plattform Thing-it langfristig die Nachhaltigkeit eines Gebäudes im Betrieb sichert.

Jetzt, ein Jahr später, setze ich mich im Rahmen eines neuen Projekts erneut mit dem Thema der Gebäudezertifizierung auseinander. Diesmal handelt es sich um eine etwas andere Zertifizierung – nämlich eine, die den Digitalisierungsgrad und das Digitalisierungspotenzial eines Gebäudes ausweist: Die SmartScore Zertifizierung von WiredScore gewinnt stetig an Bedeutung und kommt in immer mehr Neubauprojekten zum Einsatz.

WiredScore bringt mit SmartScore seinen zweiten Standard auf den Markt.

SmartScore ist eine neue Zertifizierung von WiredScore und der zweite globale Standard der Firma. Ein Gremium aus über 90 führenden Immobilienexpert:innen hat SmartScore im Frühjahr 2021 entwickelt, um alle Funktionen und Technologien eines Smart Buildings zu bewerten. Der Standard soll eine Basis bilden, um den Digitalisierungsgrad von Gebäuden künftig besser einschätzen und vergleichen zu können.

Bei einer SmartScore Zertifizierung werden alle implementierten Funktionen für die Nutzer:innen bewertet. Außerdem berücksichtigt SmartScore die Prozesse, Methoden und Technologien, die den Smart Use Cases zugrunde liegen. Mieter:innen und Interessierte haben somit eine Entscheidungsgrundlage und wissen, mit welchen Funktionen sie rechnen können.

Was genau wird durch SmartScore zertifiziert?

Die SmartScore Gebäudezertifizierung hat vier Hauptschwerpunkte:

A. Nutzererlebnis: Wie wird durch eine Digitalisierung ein besseres Nutzererlebnis sichergestellt, zum Beispiel durch personalisierte Services und flexible Arbeitskonzepte?

B. Gebäudenachhaltigkeit: Wie unterstützt die Digitalisierung den nachhaltigen Betrieb des Gebäudes? Ein Beispiel wäre eine verbesserte CO2-Bilanz über die gesamte Lebensdauer – erreicht durch den Einsatz von Technologie zum effizienteren Betrieb des Gebäudes.

C. Kosteneffizienz: Wie hilft die Digitalisierung im Gebäude, die Kosteneffizienz zu steigern? Möglich wäre dies beispielsweise durch Optimierung der Gebäudeleistung, ohne dabei das Nutzererlebnis zu beinträchtigen.

D. Zukunftsbereitschaft: Ist das Gebäude durch die Digitalisierung für eventuelle neue Anforderungen gerüstet, zum Beispiel durch Einbau und Auswertung neuer Sensorik?

Die Zertifizierungsgrad wird anhand mehrerer Kriterien über einer standardisierten Scorecard evaluiert. Entsprechend den Voraussetzungen gibt es neben der „normalen“ SmartScore Zertifizierung auch eine Silber-, Gold- oder Platin-Variante.

Was sind die konkreten Vorteile einer Gebäudedigitalisierungs-Zertifizierung?

Neue Technologien verlangen nach neuen Standards, um Immobilien einordnen und vergleichen zu können. Mit einer SmartScore Zertifizierung zeigen Sie, dass Ihr Gebäude für die Zukunft gut aufgestellt ist und hohe Ansprüche an Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Effizienz erfüllt. So sorgen Sie für maximale Transparenz und haben ein solides Fundament für die Weiterentwicklung und für zukünftige Investitionen.

SmartScore-zertifizierte Gebäude haben sogar einen doppelten Mehrwert: Zum einen steigt der Wert des Gebäudes und damit auch die Mieten, die Inhaber:innen verlangen können. Gleichzeitig bieten die implementierten Digitalisierungsmaßnahmen mehr Effizienz und Transparenz bei den Kosten. Letztendlich optimieren Sie so die Profitabilität eines Gebäudes.

Hört sich gut an. Aber was hat die SmartScore Zertifizierung mit Thing-IT zu tun?

Das ist natürlich die Kernfrage. Gebäudebesitzer:innen, die zertifiziert werden wollen, müssen einen Digitalisierungsplan vorweisen. Anhand der SmartScore Kriterien muss dieser zeigen, welche der Use Cases im Gebäude implementiert werden. Hier kann Thing-it helfen: Wir haben ein Asset entwickelt, das genau die SmartScore Use Cases beschreibt. Außerdem beinhaltet es Informationen dazu, wie diese Use Cases mit Hilfe von Thing-it umgesetzt werden können.

Falls Sie eine SmartScore Platin-Zertifizierung anstreben, können Sie durch den Einsatz unserer Plattform bereits einen Großteil der Use Cases implementieren. Wir helfen Ihnen gern dabei, das richtige Paket zu schnüren, um den von Ihnen gewünschten Zertifizierungsgrad zu erreichen. Sie möchten es noch genauer wissen? Im Folgenden zeigen wir für jeden der Zertifizierungsschwerpunkte ein Beispiel auf.

SmartScore Faktor 1: Nutzererlebnis (Raum- und Arbeitsplatzbuchung)

Desk Sharing leicht gemacht: Thing-it bietet zwei Einstiegspunkte für die Buchung von Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen – über das Schnellbuchungsmenü und über die Suche.

  • Bei einer Integration in Office 365 oder den Google Kalender werden die Meetingräume synchronisiert. Der Status ist dadurch stets auf allen Systemen derselbe.

  • Auf Wunsch überträgt Thing-it Buchungsinformationen auf Tablets, die vor dem Meetingraum aufgehängt werden können (Digital Signage) Nutzer:innen sehen so, ob ein Raum belegt ist oder nicht und können freie Räume direkt buchen.

  • Basierend auf dem Rollen-/Rechte-Konzept ist es möglich, individuelle Buchungsregeln einzuführen. Bestimmte Räume sind dann zum Beispiel nur von einzelnen Teams oder Vorstandsmitgliedern buchbar.

  • Nutzer:innen können Stellvertreter zur Erstellung und Pflege von Buchungsregeln bestimmen.

SmartScore Faktor 2: Gebäudenachhaltigkeit (Energieeffizienz)

Thing-it verbindet sich per BACnet oder per Cloud-2-Cloud-Integration mit den relevanten Systemen (Primäranlagen, Zähler, Anwesenheit). Versehen mit BIM-Referenz führt die Software alle Datenpunkte im Thing-it Data Lake in der Cloud zusammen.

  • Der Thing-it Advanced Service „Automation“ berechnet aus den Rohdaten der relevanten Systeme eine Vielzahl an KPIs.

  • Der Thing-it Advanced Service „Automation“ ist in der Lage, höherwertige Entscheidungen zu treffen und in Koordination mit der GLT/GA z.B. Lüftung, Heizung und Kühlung an die gemessene Gebäudenutzung anzupassen.

  • Wo der Verbrauch für eine Fläche nicht direkt gemessen werden kann, wird er flächenbezogen umgerechnet.

  • Über das Energie- und Nachhaltigkeits-Dashboard erhalten operative Nutzer:innen drill-down Detailansichten zu den für sie autorisierten Stockwerken, Räumen oder Verbrauchstypen. Das Portfolio-Dashboard kann Daten für alle Gebäude eines Portfolios zusammenführen.

  • Abgesichert über das Rollen- und Rechtesystem können die Rohdaten der Systeme und die abgeleiteten KPIs per Thing-it API weiterverarbeitet werden.

SmartScore Faktor 3: Kosteneffizienz (Auslastungsanalysen)

Die Thing-it Utilization Dashboards ermöglichen es, eine Vielzahl an Belegungs-KPIs zu analysieren – zum Beispiel für Arbeitsplätze, Besprechungsräume oder Parkplätze. Über die Dashboards führen Sie detaillierte Bedarfsanalyse über mächtige Dicing- und Slicingfähigkeiten durch, wie zum Beispiel nach Gebäude, Abteilung und Typ.

  • Dank umfangreicher Filtermöglichkeiten sehen Sie unter anderem, wie hoch die Auslastung der den Mieter:innen zugewiesenen Flächen ist oder ob das Verhältnis von „Ruhearbeitsplätzen“ zu „Kollaborationsarbeitsplätzen“ für bestimmte Mieterabteilungen stimmt. Diese Informationen bilden die Grundlage für eine kontinuierlich optimierte Flächennutzung, die sich an Ihren tatsächlichen Bedarf anpasst.

  • Thing-it Utilization-Dashboards können neben Buchungsdaten auch Sensordaten verwerten und ermöglichen somit datenbasiertes Flächenmanagement, insbesondere in Desk Sharing-Umgebungen.

  • Thing-it unterstützt eine Vielzahl an marktüblichen Sensoren. Mieter:innen können diese im Rahmen des Mieterausbaus verwenden, um die Belegung einzelner Arbeitsplätze zu erfassen.

  • Über das Rollen-Rechte-System können Sie Ihren Mieter:innen sämtliche Belegungsdaten zur Verfügung stellen – mit allen benötigten mieterspezifischen Informationen.

SmartScore Faktor 4: Zukunftsbereitschaft (Fehlerdiagnose)

Thing-it ermöglicht es, geräte- und anlagenspezifische Aspekte des Gebäudebetriebs (GLT, IoT Sensorik, Aufzüge) genau zu beobachten. Betriebszustände, insbesondere Fehler und Alarme, werden visualisiert. Bei Bedarf umfasst die Funktion Ihr gesamtes Gebäudeportfolio.

  • Bei Erkennung von Fehlerzuständen können bereits beschriebene Wartungsaufgaben und deren Ausführung initiiert werden.

  • Eine Fehlererkennung durch Drittsysteme lässt sich nahtlos in obige Mechanismen integrieren.

Wie geht es mit der Digitalisierung von Gebäuden in Zukunft weiter?

Ich persönlich glaube, dass sich die Bauindustrie gerade am Anfang einer sehr spannenden Digitalisierungsreise befindet. Das Nachhaltigkeitspotenzial eines Gebäudes wird immer sehr stark von der Bauweise und den benutzten Materialen abhängen. Um das komplette Nachhaltigkeitspotenzial dann im Betrieb auszuschöpfen und über Jahrzehnte zu behalten, werden immer mehr Digitalisierungsplattformen wie Thing-it eingesetzt werden müssen.

Um sicherzustellen, dass die Immobilien der Zukunft gerecht werden, müssen wir innovative und nachhaltige Bauweisen mit digitalen Lösungen vereinen – mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit auch im Betrieb zu fördern. Zertifizierungen wie SmartScore sind deshalb enorm wichtig für die Zukunft.

Sie haben noch Fragen zum Thema SmartScore oder möchten sich von uns zu den Zertifizierungsmöglichkeiten beraten lassen? Sprechen Sie mich oder mein Team gerne an.

https://WiredScore.com/certify-a-building/smartscore/

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